Flugverfolgung - jederzeit und überall

Genieß die Flugverfolgung jederzeit. Ja du hast richtig gehört! Hol dein Mobiltelefon raus, geh an die frische Luft, setzt dich ins Café oder genieß dabei dein Lämpchen Wein. Doch wie kam es eigentlich zu den ganzen Rummel rund um die beiden Schweden Mikael Robertsson und Olov Lindberg?

Die Geschichte der beiden Schweden und ihrer Idee der Flugverfolgung

Das inzwischen gar nicht mal mehr so kleine schwedische Unternehmen „Flightradar24 AB“, kam auf die grandiose und einzigartige Idee, dir und deinen Freunden, Verwandten, Bekannten und wem auch immer, die Flugverfolgung in Echtzeit auf deinen Bildschirm zu zaubern. Doch was genau meine ich damit eigentlich? Die Jungs hatten damals die Vision den gesamten Flugverkehr, der sowieso schon stets und ständig überwacht wird auch für dich als Ottonormal Verbraucher auf deinen Monitor zu zaubern und dich diesen verfolgen zu lassen. Doch die Frage des „WIE“ stellte sich den beiden Flugbegeisterten immer und immer wieder. Wie genau sollten sie das anstellen und mit welchen Mitteln könnten sie ihr Projekt eigentlich verwirklichen und den Traum der Flugverfolgung für jeden zugänglich machen?

Wir verraten euch wie: Mit dem eisernen Willen, Durchhaltevermögen, Kreativität und Intelligenz haben es die beiden Schweden Mikael Robertsson und Olov Lindberg zu Weltruhm geschafft. Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber die Idee zu Flightradar24 kam den beiden Schweden vor nun über 10 Jahren. Zum damaligen Zeitpunkt betrieben beide gemeinsam eine Preisvergleichsseite, die sich mit dem Thema Reisen beschäftigte. Wie das in der Optimierung einer Website üblich ist, haben auch sie damals überlegt, wie sie eigentlich mehr Leute auf ihre Seite locken konnten. Eines schönen Tages kam die Idee, die im Laufe der Jahre ihr Leben verändern sollte. Sie begannen damit, alle Ankunfts- und Abflugzeiten des Flughafens in Stockholm auf ihrer Webseite nieder zu schreiben und somit für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Flugverfolgung für jedermann war geboren.

Du fragst dich jetzt sicherlich, wie die beiden das angestellt haben? Nun Robertsson und Lindberg bastelten sich relativ einfach herzustellende ADS-B-Empfänger. Diese Empfänger installierten sie auf Häuserdächern verteilt im Süden und Norden Stockholms. Mit Hilfe der ADS-B-Empfängern konnten die beiden die Flugdaten von Flugzeugen rund um den Stockholmer Luftraum empfangen und diese Daten direkt auf ihre Website übertragen. Dank der Echtzeit Flugverfolgung schossen ihre Besucherzahlen innerhalb kürzester Zeit in ungeahnte Höhen. Mehrere Male ging ihr Server sogar auf die Knie und musste so schnell es geht erweitert werden. Die Nachfrage war enorm. Das Konzept sprach sich relativ schnell rum und die ersten Investoren wurden auf das Start-up aufmerksam.

Flightradar24_ADS-B_receiver

ADS-B-Empfänger (zu deutsch: Automatische Aussendung zugehöriger/abhängiger Beobachtungsdaten) - Foto by Nubifer (italy)

Flightradar24 war geboren

Schließlich verkauften Lindberg und Robertsson ihre Preisvergleichsseite und kümmerten sich von nun an um den Vertrieb ihrer ADS-B-Geräte. Ihr neues Projekt tauften sie Flightradar24. Schnell fanden die beiden Jungunternehmer im Internet viele Interessierte, die sich für die Flugverfolgung begeistern ließen. Die Interessierten boten den beiden Schweden an, die ADS-B-Empfänger bei sich auf einem hohen Mast, Hausdach oder dergleichen zu installieren. Ein ADS-B-Empfänger kostet in der Herstellung um die 450 €. Den Empfänger bekamen alle Flugbegeisterten kostenlos nach Hause zugeschickt. Als Gegenleistung mussten sie den Empfänger installieren und rund um die Uhr laufen lassen.

Die Flugverfolgung heute

Heute sind rund 12.000 solcher ADS-B-Geräte auf dem ganzen Globus verteilt im Einsatz und senden stets aktuelle Daten an Flightradar24 und somit auf deinen Monitor. Inzwischen macht das Unternehmen einen Gewinn von rund 6 Millionen Euro jährlich. Dieser stammt zum größten Teil aus der Flugverfolgung App und aus der kostenpflichtigen Variante von Flightradar24, die dir im Vergleich zur kostenlosen Variante noch diverse Extras bietet. Wir werden sicherlich noch einiges von den beiden hören. Wir können dir an dieser Stelle nur mindestens genau so viel Spaß mit der Flugverfolgung wünschen, wie wir ihn haben. Stay tuned…